
Eine Serie von Ereignissen hatte die StrandHeldinnen dazu bewegt, beim A-Top in Hannover in anderen Konstellationen anzutreten. Chantal Laboureur spielte mit Sandra Seyfferth; Kim Behrens bildete mit Stefanie Kelm ein Duo. Chantal & Sandra hatten zuvor nicht miteinander trainiert und waren daher zwar mit großen Hoffnungen, jedoch mit nicht allzu hohen Erwartungen ins Turnier gegangen. Zudem waren gute, etablierte Teams im Hauptfeld. Umso überraschender war ihre Leistung, denn sie schmetterten sich ins Finale. Im ersten Spiel gewannen sie souverän gegen Grande/Grande und im zweiten ebenso gegen Hüttermann/Schillerwein, immerhin Platz 12 der Rangliste. In der dritten Runde erwiesen sich Bieneck/Großner als zu stark und die StrandHeldinnen mussten sich mit 1:2 geschlagen geben. Am Sonntag früh hatte das Interimsduo im Verlierer-Baum Startschwierigkeiten – vielleicht war das Wasserbett zu gemütlich gewesen. Der erste Satz gegen Heinemann/Riedel wurde abgegeben.
“Danach haben wir uns aber ins Spiel reingefuchst,” freute sich Chantal, “und unseren Stiefel aufgezwängt.”
Sie drehten den Spieß um und sicherten sich den Platz im Halbfinale. Dort trafen sie auf eine alte Bekannte Chantals: ihre Ex-Partnerin Christine Aulenbrock mit Cinja Tillmann. “Wir hatten eine gute Taktik,” verriet Sandra, deren Trainerin Maria Kleefisch sicherlich ihren Teil beisteuerte. “Wir haben viel Druck ausgeübt und die Block/Abwehr funktionierte gut.” Trotzdem blieb es ein knappes und spannendes Spiel, das mit 22:20 und 21:18 für die StrandHeldinnen ausging. Unerwartet standen sie also im Finale gegen Mersmann/Schneider. Nun sollte auch das irgendwie gewonnen werden. Tatsächlich schaute auch alles danach aus, als es in Satz 1 bereits 19:16 stand. “Doch dann haben wir irgendwie aufgehört zu spielen,” ärgerte sich Chantal. Nichts gelang mehr, Bälle wurden ins Aus geschlagen, Annahmen verkorkst. “Wir haben ihnen in die Karten gespielt.” 0:2 hieß der Endstand. Das Ergebnis sei dennoch gut, insgesamt seien sie mit der Leistung zufrieden, denn viele gute Teams – wie Bieneck/Großner, die man im Finale erwartet hatte – blieben hinter den StrandHeldinnen. Auch die Spielpraxis sei wichtig gewesen. Und Spaß habe es ohnehin gemacht.
Für Kim hingegen lief das Wochenende nicht ganz so, wie erhofft. Allerdings hatte sie mit ihrer Interimspartnerin Stefanie Kelm kein einziges Mal trainieren können. Sie wurden nach Niederlagen gegen Bieneck/Großner und Behlen/Culav Neunte des Turniers. “Ich bin noch voller Energie,” sagte Kim nach dem Ausscheiden am Samstag Nachmittag. “Es ist gut, dass die Saison nun endlich losgeht,” und verabschiedete sich hibbelig ins Fitnessstudio.
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